Von der Leyen zieht die Reißleine

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will Autobauern etwas Luft verschaffen. Sie werde sich noch in diesem Monat in Brüssel dafür einsetzen, dass die Strafzahlungen für die Überschreitung der CO2-Flottengrenzwerte zunächst nicht jedes Jahr fällig werden. Die Hersteller sollen drei Jahre Zeit bekommen, die seit Jahresbeginn geltenden strengeren Ziele zu erreichen. Hintergrund ist der hinter den Erwartungen zurückbleibende Absatz von Elektrofahrzeugen.

Von der Leyen soll sich außerdem bei einer Reform der CO2-Normen offen für alternative Kraftstoffe zeigen. Das hat laut Zeit online bereits Volvo-Chef Jim Rowan auf den Plan gerufen, der sich klar für das geplante Verbrenner-Aus ab 2035 ausspricht. Dabei hatte Volvo seine Pläne für eine reine Elektrostrategie zuletzt selbst wieder in Frage gestellt, da sich die Marktlage und das Kundenverhalten anders als erwartet entwickelt hätten.